Wortgeschichten

Pflüümle

Illustration: Tizian Merletti
Öppis nöimet anepflüümle, härepflüümle, inepflüümle für ein flüchtiges, unsorgfältiges Erledigen dürfte heute zum mehr oder weniger allgemein bekannten schweizerdeutschen Wortschatz gehören – höchstens dadurch eingeschränkt, dass das Wort als ziemlich salopp gilt. Schlagen wir die fraglichen Wörter im Schweizerischen Idiotikon nach, erfahren wir aber teilweise anderes, als wir erwartet hätten. Nun – der Artikel pflüümle mit seinen Zusammensetzung...
Weiterlesen
Markiert in:

Gschmöis

Beim Wort «Gschmöis» scheint man geradezu herauszuhören, worum es geht: lauter wertloses, unnützes Zeug. Diese Bedeutung hat sich aber erst nach und nach entwickelt. «Gschmöis» ist eine – sogenannte Rundung (vgl. etwa «heischen» > «höische») aufweisende – Variante von «Gschmeiss», welches seinerseits eine Kollektivbildung zu «Schmeiss» ist. Dieses «Schmeiss» wiederum gehört zum Verb «schmeissen», werfen. «Gschmöis» bedeutete also ursprünglich ...
Weiterlesen
Markiert in:

(v)ergalschtere, (v)ergelschtere

Das Wort der Woche: «(v)ergalschtere» oder «(v)ergelschtere» kommt in vielen Bedeutungsnuancen vor, zum Beispiel bedeutet «sich ergelschtere» sich ereifern, sich aufregen, oder «vergelschteret» meint verblüfft, fassungslos, verwirrt. Die älteste Bedeutung aber ist «verzaubern, verhexen». Im mittelalterlichen Deutsch gab es ein Wort «galster», das «(Zauber-)Gesang» bedeutete und zu einem Verb «galan» mit der Bedeutung «singen» (besonders «Zauberfo...
Weiterlesen
Markiert in:

gheie/ghyye

Das Wort der Woche: «gheie/ghyye» hat eine der verrücktesten Bedeutungsentwicklungen hinter sich. Althochdeutsch («hiwen») bedeutete es «heiraten». Hieraus hat sich die Bedeutung «begatten» ergeben, die in der älteren Sprache gut belegt ist. «Begatten» kann leicht zum Schimpfwort werden – so wurden die alten Schweizer «Küe-Gehyer», also «Kuh-Beischläfer», gescholten –, und hieraus entwickelte sich die allgemeinere, heute aber veraltete Bedeutung ...
Weiterlesen
Markiert in:
Nach oben