Wortgeschichten

Wer hat Kinder und Moral unter Kontrolle?

Illustration: Tizian Merletti
Vorausgesetzt, Sie haben kleine Kinder und möchten wieder einmal einen Abend ohne Tränen und herumfliegende Esswaren verbringen: Was tun Sie dann mit den Kindern? Ab zu den Grosseltern oder eine Babysitterin, einen Babysitter organisieren? Deren Name ist natürlich englisch und aus baby «Säugling» und sitter «wer etwas bewacht» zusammengesetzt. Belegt ist schon 1561 der sitter-by, jemand, der (tatsächlich und vor allem bildlich) neben jemandem sit...
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Konfetti, Räppli, Punscherli

Illustration: Tizian Merletti
Werfen Sie an der Fasnacht mit Süssigkeiten um sich? Kaum; sicher werfen auch Sie Konfetti. Bonbons werden nur bei Hochzeiten unter die Hochzeitsgesellschaft und umstehende Zaungäste geworfen. Und doch geht der Brauch des Konfettiwerfens auf Süssigkeiten zurück: Konfetti ist nämlich nichts anderes als das italienische Wort confetti, das wiederum identisch ist mit Konfekt «Zuckerbackwerk». In dieser Form und Bedeutung ist das Wort seit langer Zeit...
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Herr Füegli und Miss Right

Illustration: Tizian Merletti
Onlinedating ist die moderne Form des Kontaktknüpfens mit der Absicht, eine Beziehung einzugehen – ein Profil auf einer Plattform ersetzt dabei die gedruckte Kontaktanzeige. Aber nicht nur die Technik unterliegt einem Wandel, auch Sprache entwickelt sich immer weiter, und so unterscheidet sich die Ausdrucksweise solcher Profile von jener klassischer Anzeigen: Da kann man etwa häufiger lesen, Mister oder Miss Right seien gesucht, der oder die Rich...
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Vom Tschutten der Bälle und Schafe

Die Schweiz ist zwar im Achtelfinal der WM ausgeschieden, aber wir machen mit unseren Wortgeschichten zum Fussball weiter! Die Fachterminologie des Fussballs wurde Ende des 19. Jahrhunderts gleich zusammen mit dem Sport aus England in die Schweiz importiert. Darum heisst es in der Deutschschweiz immer noch Goal statt wie in unseren nördlichen Nachbarland eingedeutscht Tor, Penalty statt Strafstoss und Corner statt Eckstoss. Das hiesige tschuute, ...
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tschegge

Das Wort der Woche ist «tschegge», kapieren. Wie wir alle wissen, steckt das englische «to check» dahinter. Allerdings: Das englische Verb kennt die Bedeutung «begreifen» gar nicht, es bedeutet vielmehr «anhalten, hemmen, prüfen». Seine Grundbedeutung ist jedoch der Ruf, der unserem deutschen «Schach!» entspricht; »to check» meint also ursprünglich «Schach bieten». Letztlich geht das Wort zurück auf persisch «shâh», zu deutsch «König». (mit Dank ...
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tschuute (tschutte, schuute, schutte)

Das Wort der Woche ist – wie könnte es anders sein! – «tschuute» (oder «tschutte», «schuute», «schutte»), Fussball spielen. Es kommt von englisch «to shoot» = «schiessen; den Ball kicken», und erinnert daran, dass der Fussballsport aus England in die Schweiz gekommen ist. Auch die Namen einiger der ältesten Fussballclubs sind englisch, man denke etwa an den «Grasshopper Club Zürich» (gegründet 1886), die «Old Boys Basel» (1894) oder die Berner «Y...
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