Wortgeschichten

Die cheibe Brääme

Illustration: Tizian Merletti
Bei schwüler Hitze und damit besonders in den Hundstagen, wenn es also brüetig heiss, tüppig, töischtig oder tääschtig ist, laufen die Bremsen oder d Brääme – nur die blutsaugenden Weibchen stechen – zur Hochform auf. Die Bremsen heissen bei uns Brääme oder Breeme, mehr regional auch Braame, Broome, Bromme (Nordschweiz), Brieme (Nordostschweiz) oder Bri(i)me (Sarganserland, Churer Rheintal). Diese Varianten gehen alle auf althochdeutsch brëm...
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Wenn Helvetia hungrig ist

Heute singt, wer dazu aufgelegt ist und den Text kennt, zu patriotischen Anlässen Trittst im Morgenrot daher …, bekannt als «Schweizerpsalm». Bis 1961 galt «Rufst du, mein Vaterland» als Nationalhymne. Deren Nachteil war, dass sie zur Melodie von «God save the Queen» gesungen wurde, der Hymne der britischen Monarchie, was zur kuriosen Situation führen konnte, dass bei Sportanlässen dieselbe Melodie für zwei unterschiedliche Länder gespielt wurde....
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Es schneielet, es beielet...

In den nächsten Tagen soll's ja wieder aktuell werden: «Es schneielet, es beielet, es gaat en chüele Wind...» – das Liedlein kennen alle. Doch was bedeutet «beiele»? Ist es nur ein kindersprachliches Reimwort oder doch mehr? Es ist natürlich mehr: «beiele» ist eine Ableitung von «Bii(j)i, Bei(j)i, Biili, Bei(j)eli», schweizerdeutsch für Biene. Die tanzenden Schneeflocken werden also mit schwärmenden Bienen verglichen, ein Bild, das naheliegt, wen...
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